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Wierden (Warften)

 

Die Warftenlandschaft von Groningen gehört zu den ältesten Kulturlandschaften Nordwesteuropas. 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung bestand Groningen aus ausgedehnten Sümpfen und Salzwiesen, es war leer und sumpfig. Um hier überleben zu können, bauten die Bewohner Warften (niederländisch: Wierden), künstliche Hügel, die sie vor dem steigenden Wasser beschützten. Im Mittelalter wurden die ersten Deiche angelegt. Im Museum Wierdenland bekommen sie einen lebendigen Eindruck von der uralten Besiedelung dieses Gebiets.

 

Warftdorf Niehove

Die Warft Niehove liegt im und um das Salzwiesengebiet, das zum Wattenmeer gehörte und bis zum Jahr 1200 bei Flut noch regelmäßig unter Wasser stand. Die Sturmfluten nahmen solch beunruhigende Ausmaße an, dass die Bewohner rund um das Warftengebiet Ringdeiche anlegten. So entstand die Watteninsel Humsterland, deren Hauptort Niehove war. Das Dorf, dessen ursprüngliche Struktur intakt geblieben ist, wurde zum „geschützten Dorfbild“ ernannt und ist einer der sehenswertesten Orte im Westerkwartier.

 

Entlang den Ufern des Reitdiep

Die Warftenlandschaft Groningens lässt sich am schönsten im Reitdieptal entdecken. Das Reitdieptal ist die älteste Kulturlandschaft von Europa: Der uralte Kampf der Holländer gegen das Wasser hat auch hier sichtbare Spuren hinterlassen. Früher floss hier der Drenther Fluss Hunze, der die Stadt Groningen mit dem Meer verband. Der schmale, sich dahinschlängelnde Fluss war jedoch schwierig zu befahren. Deshalb wurde das Flüsschen im 17. Jahrhundert teilweise begradigt. Die Hunze heißt heute Reitdiep.